Warum?

warum

Warum tue ich was ich tue? Worum geht es mir EIGENTLICH?

EIGENTLICH will ich die Menschen zu mehr Herz & Bewusstsein bringen, damit sie weniger zerstören müssen in ihrer Blindheit, ihrem Schmerz und ihrer Unbewusstheit. 

Eigentlich will ich, dass sich die Menschheit endlich benimmt und nicht rücksichtslos nur ihren eigenen vermeintlichen (kurzfristigen) Vorteil sieht.

Halt mehr WIR, und das meint explizit auch WIR mit der Natur.

Es triggert mich seit Jahren, wenn ich sehe, wie an Straßenrändern Hecken “verjüngt” werden, indem sie einfach knapp über dem Boden komplett abrasiert werden. Oder wie Bäume verunstaltet werden, indem man sämtliche Äste entfernt und nur noch der Stamm und wenige Hauptäste als Stumpen übrigbleiben. Das ist für mich weder nachvollziehbar noch verständlich, wie man das überhaupt TUN kann. “Wächst ja wieder nach” oder “das macht man halt so” sind keine Argumente, sondern zeigt, wie unreflektiert mancher vor sich hin lebt.

Ich sitze in meinem Garten in einem Dorf, das um ein Vielfaches mehr Schweine als Einwohner zählt. Das kann man auch riechen, obwohl die armen Tiere nie die Sonne sehen in ihrem kurzen Leben.

Außerdem komme ich aus dem Kopfschütteln nicht heraus, wenn ich sehe, wie der Mensch versucht, die Natur zu kontrollieren. Aktuell eskaliert mit all den “Schutz”-Maßnahmen die eh schon riesige Plastikflut, so dass ich fast den Tag nicht erwarten kann, an dem alle Ölvorräte dieser Erde in Kunststoff verwandelt worden sind. Dann KANN man nicht noch mehr Plastik produzieren.

Ich bin gerne im Wald (also, in den hier verfügbaren Baumplantagen, denn “natürlich” ist hier ja auch schon lang nichts mehr), ich liebe die Luft dort, das Grün im Frühling, die Kühle im Sommer, aber auch das Gold im Herbst und das Nichts im Winter. Wir sind nicht getrennt von der Natur, auch wenn es manchmal so aussieht.

Eigentlich möchte ich manchen Menschen links und rechts eine klatschen, damit sie mal wenigstens kurz aufwachen und sich daran erinnern, was sie ihn Wahrheit sind.

Aber Gras wächst auch nicht schneller, wenn man daran zieht, ich weiß.

Und ohne Schmerz wäre es mir auch lieber.

In Sachen Schulsystem werden nun auch all die Baustellen offenbar, die man ohne C. wohl länger nicht wahrgenommen hätte. Man scheint zu versuchen, möglichst viel vom alten Zeug ins Neue hinüberzuretten, egal wie. Gleichzeitig wären viele flexible Methoden möglich, werden aus Gründen, die mir nicht bekannt sind, einfach nicht gemacht. Stattdessen lassen wir unseren Fokus auf den Noten, auf dem Anhäufen von Wissen und vernachlässigen noch mehr die Interaktion und das soziale Lernen. Geht ja nicht, wir bestehen auf Masken und riesigen Abständen im Unterricht und dem ganzen Schulgelände, falls ausnahmsweise doch das Risiko eingegangen wird, sich – oh weh – in echt und persönlich zu sehen.

Einerseits sollen die Kinder als aufgeschlossene, kreative, selbstdenkende Menschen ins Arbeitsleben einsteigen, um dort high zu performen und teamfähig einen Haufen Innovationen zu entwickeln. Die gleichen Kinder sollen sich aber bitteschön auch gut anpassen, tun, was ihnen gesagt wird und liefern, was man von ihnen verlangt, ohne nach einem Warum zu fragen. Und konsumieren. TV, (überflüssige) Produkte, Zeug. Wer sich gut anpassen kann, der hat auch einen guten Abschluss verdient.

Wie widersprüchlich kann man eigentlich sein?

Solche Widersprüche überfordern mich manchmal. Aber sie lassen mich auch nicht los (oder andersrum). Dann fühle ich mich wie eine Außerirdische. Obwohl ich weiß, dass ich selbst auch ein Teil davon bin und sicherlich weder alles weiß noch selbst alles richtig mache.

Also, wo anfangen?

Am besten natürlich bei mir selbst, jeder bei sich selbst, das ist klar. Und im eigenen Umfeld. Meine Kinder sich entfalten lassen, sie stärken und ermutigen, immer auf ihr Herz zu hören. Mit gutem Beispiel vorangehen. Vorleben. Es selbst leben.

Was sind meine Lösungen – für andere?

Ich kann…

  • Menschen mit ihrem Herz verbinden, den Schmerz aus ihrer Vergangenheit lösen, damit sie wieder die Impulse ihres Herzens besser empfangen können
  • Menschen ermutigen, mit Herz zu führen, denn wenn keiner anfängt damit, wird das nix
  • Menschen zu mehr Empathie führen, sich ihre Werte bewusst machen (in der leisten Hoffnung, dass nicht Egoismus und Kapitalismus am Ende gewinnen)
  • Menschen inspirieren, liebevoll mit sich selbst, ihrem Umfeld und der Natur umzugehen.
  • Menschen im schwierigen Übergängen begleiten, damit sie das Alte hinter sich lassen und das Neue einladen können
  • Dankbarkeit und Demut leben
  • Menschen erinnern, dass sie mal Kinder waren mit Träumen, Hoffnungen und großen Plänen
  • Menschen daran erinnern, was sie in Wahrheit sind.

Wie geht es Dir mit all den offensichtlichen und weniger offensichtlichen Baustellen in unserer Welt?

Was ist DEIN Beitrag?

1 Kommentar

  1. Oh ja, Manuela, du hast auch meine Gedanken aufgeschrieben! Was muss noch alles passieren, dass die Menschen selber denken und handeln lernen? Wir können nicht so weiter machen. Viele meinen, wenn das große C. vorbei ist, geht es weiter wie bisher. Die Systeme (Bildung/Schule, Wirtschaft, Geld…) sind alle so festgefahren. Ein bisschen Hoffnung hab ich immer noch, dass aus all jenen, die schon auf dem guten Weg sind, noch richtig viele werden – und dass die Zukunft für uns und unsere Kinder eine bessere wird. Von Herz zu Herz, mit lieben Grüßen, Regina

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.